Versicherung, Führerschein, Steuern – Das braucht der Traktorfahrer

Wer einen Traktor fahren möchte, ganz gleich ob beruflich oder privat, benötigt einen spezifischen Führerschein. Beim Traktorführerschein wird zwischen zwei Klassen unterschieden: L und T. Alle wichtigen Daten zu den Führerscheinklassen haben wir in unserem Ratgeber auf einen Blick zusammengefasst:

traktorpool-Ratgeber-Traktor-Zulassung

1. Fahrerlaubnisklassen L und T

Landmaschinen, die nach ihrer Bauart für land- und forstwirtschaftliche Zwecke bestimmt sind, können bereits von Jugendlichen im Alter von 16 Jahren auf öffentlichen Straßen bewegt werden.

DER FÜHRERSCHEIN DER KLASSE L:

  • Mindestalter: 16 Jahre.
  • Für alle Zugmaschinen (Traktoren),
    die nach ihrer Bauart zur Verwendung für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke bestimmt sind und für solche Zwecke eingesetzt werden,
    die eine bauartbestimmte Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h nicht überschreiten.
  • Für Kombinationen aus dieses Fahrzeugen, beispielsweise ein Traktor mit Anhänger,
    wenn sie mit einer maximalen Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h gefahren werden.
  • Gleiches gilt für selbstfahrende Arbeitsmaschinen
    selbstfahrende Futtermischwagen, Stapler und andere Flurförderzeuge,
    die mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 25 km/h und Kombinationen aus diesen Fahrzeugen und Anhängern gefahren werden.
  • Eingeschlossene Klassen: keine.

Zugmaschinen, die eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 40 km/h aufweisen, dürfen nur von Fahrern bewegt werden, die 18 Jahre oder älter sind.

DER FÜHRERSCHEIN DER KLASSE T:

  • Mindestalter: 16 Jahre bei 40 km/h; 18 Jahre bei 60 km/h.
  • Für Zugmaschinen,
    die nach ihrer Bauart für land- und forstwirtschaftliche Zwecke bestimmt sind 
    und mit einer maximalen Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h gefahren werden,
    jeweils auch mit Anhängern (bis 40t zul. Gesamtgewicht).
  • Für selbstfahrende Arbeitsmaschinen,
    die nach ihrer Bauart für land- und forstwirtschaftliche Zwecke bestimmt sind,
    mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 40 km/h
    (jeweils auch mit Anhängern).
  • Eingeschlossene Klassen: L, AM.

Generell dürfen mit einem PKW Führerschein der Klasse B laut Verordnung sämtliche Zugmaschinen gefahren werden, die unter die Klasse L fallen.

2. Wie groß ist der Aufwand bis zum Schlepperführerschein?

Die Klasse L beinhaltet insgesamt:
     zwölf Stunden Theorieunterricht Grundstoff,
     und zwei Stunden Theorieunterricht für Zusatzstoff. 

Die Klasse T beinhaltet: 
     zwölf Stunden Grundstoff,
     (kann auf sechs Stunden reduziert werden, wenn der Fahrer bereits einen PKW-Führerschein besitzt),
     und sechs Theoriestunden, die sich mit Zusatzstoff beschäftigen.

Die Anzahl der praktischen Fahrstunden sowie die Kosten, die für den T- oder L-Führerschein anfallen, können im Vorhinein nicht bestimmt werden, da sie von den Fähigkeiten und der Auffassungsgabe eines jeden einzelnen Schülers abhängen.
Zum Abschluss des Führerscheins der Klasse L muss nur eine Theorieprüfung bestanden werden, während bei der Fahrerlaubnisklasse T eine bestandene Theorie- und eine bestandene Praxisprüfung am Ende warten. Wer die Prüfung einmal bestanden hat, muss seinen Führerschein jedoch nicht noch einmal erneuern – sowohl L als auch T sind unbegrenzt gültig.

3. Wo darf der traktor fahren?

Hier spielt die zulässige Höchstgeschwindigkeit einer jeden Zugmaschine die wichtigste Rolle.

  • Auf sämtlichen Bundesstraßen, die keine Kraftfahrstraßen sind, dürfen Traktoren mit einer Maximal-geschwindigkeit von unter 60 km/h fahren.
  • Solange die Höchstgeschwindigkeit unter 60 km/h liegt, darf ein Traktor jedoch nicht auf Bundesstraßen gefahren werden, die gleichzeitig auch Kraftfahrstraßen sind. Diese dürfen, ebenso wie Autobahnen, nur von Kraftfahrzeugen mit einer Höchstgeschwindigkeit von über 60 km/h befahren werden.
  • Ist der Traktor schneller als 60 km/h, können allerdings seine Maße für zusätzliche Einschränkungen im Straßenverkehr sorgen. Sobald der Schlepper (auch in Verbindung mit Ladung auf einem angehangenen Anhänger) eine Höhe von 4 Metern sowie eine Breite von 2,55 Meter überschreitet, ist es ihm nicht erlaubt, auf Kraftfahrstraßen zu fahren.
  • Zusätzlich hierzu gilt, dass mehrspurige Zugmaschinen, die eine Geschwindigkeit von 60 km/h nicht überschreiten können, mit einem gut sichtbaren Geschwindigkeitsschild ausgezeichnet werden müssen.

Mit den Führerscheinklassen L und T darf dennoch nur dann auf öffentlichen Straßen gefahren werden, wenn ein land- oder forstwirtschaftlicher Zweck erfüllt wird. Das umfasst:

• Land- und Forstwirtschaft, Weinbau, Gartenbau, Obst- und Gemüsebau, Baumschulen, Tierzucht,
  Tierhaltung, Fischerei, Imkerei, Jagd sowie der Natur- und Umweltschutz 
• Einsätze in Kommunen wie Park-, Garten-, Böschungs-, und Friedhofspflege oder Winterdienst
• Landwirtschaftliche Nebenerwerbstätigkeiten sowie Nachbarschaftshilfe
• Den Betrieb einer Werkstatt mit Wartung, Prüfung und Probefahrt der Maschinen

4. Die Versicherung

Eine Versicherungspflicht für Traktoren besteht erst dann, wenn diese auch im öffentlichen Straßenverkehr eingesetzt werden. Das heißt, wird ein Traktor ausschließlich innerhalb der Grenzen eines privaten Grundstücks bewegt, ist die Versicherung des Fahrzeuges optional. Bei der am häufigsten vertretenden Traktor-Versicherung handelt es sich im Grunde genommen um eine Kfz-Versicherung für landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge. Diese Versicherung setzt sich aus Basis- und Sonderleistungen zusammen.

Bei den Basisleistungen handelt es sich vorranging um eine Haftpflichtversicherung, die einerseits für Schäden haftet, die durch Unfälle entstehen, andererseits jedoch auch für Schäden durch äußere Umwelteinflüsse. Auch die Absicherung für Schäden aus technischen Gründen ist hierin enthalten.
Die Sonderleistungen hingegen sind vergleichbar mit der Kaskoversicherung und variieren je nach Ausstattung, Einsatzgebiet und Leistung des Traktors. Hier gilt, dass je nach Ausstattung des Traktors nicht unbedingt eine Vollkasko-Versicherung notwendig ist. So benötigt beispielsweise ein Traktor ohne Fahrerkabine keine Kasko-Versicherung für Glasschäden, da überhaupt keine Glasflächen vorhanden sind. Die Sonderleistungen sollten also gut auf das eigene Traktormodell abgestimmt werden.

Neben den gewählten Sonderleistungen sind die letztendlichen Kosten der Versicherung von weiteren zusätzlichen Faktoren abhängig, wie unter anderem Traktormodell, Baujahr und Zustand des Fahrzeuges. Auch Verkehrswidrigkeiten und Unfälle aus der Vergangenheit des Fahrers nehmen Einfluss auf die Höhe der Versicherungskosten. Ein weiterer Aspekt der Kosten gründet sich in einem eventuellen Schadensfreiheitrabatt, denn je länger ein Fahrer unfallfrei unterwegs ist, desto günstiger wird die Versicherungsprämie.

5. steuerthematik

Die Versteuerung der Maschine hängt, ebenso wie die Versicherung, von mehreren Faktoren ab. Einen Überblick in die Steuerthematik von Landmaschinen findet Ihr hier:

1. Fahrerlaubnisklassen L und T

Landmaschinen, die nach ihrer Bauart für land- und forstwirtschaftliche Zwecke bestimmt sind, können bereits von Jugendlichen im Alter von 16 Jahren auf öffentlichen Straßen bewegt werden.

DER FÜHRERSCHEIN DER KLASSE L:

  • Mindestalter: 16 Jahre.
  • Für alle Zugmaschinen (Traktoren),
    die nach ihrer Bauart zur Verwendung für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke bestimmt sind und für solche Zwecke eingesetzt werden,
    die eine bauartbestimmte Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h nicht überschreiten.
  • Für Kombinationen aus dieses Fahrzeugen, beispielsweise ein Traktor mit Anhänger,
    wenn sie mit einer maximalen Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h gefahren werden.
  • Gleiches gilt für selbstfahrende Arbeitsmaschinen
    selbstfahrende Futtermischwagen, Stapler und andere Flurförderzeuge,
    die mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 25 km/h und Kombinationen aus diesen Fahrzeugen und Anhängern gefahren werden.
  • Eingeschlossene Klassen: keine.

Zugmaschinen, die eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 40 km/h aufweisen, dürfen nur von Fahrern bewegt werden, die 18 Jahre oder älter sind.

DER FÜHRERSCHEIN DER KLASSE T:

  • Mindestalter: 16 Jahre bei 40 km/h; 18 Jahre bei 60 km/h.
  • Für Zugmaschinen,
    die nach ihrer Bauart für land- und forstwirtschaftliche Zwecke bestimmt sind 
    und mit einer maximalen Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h gefahren werden,
    jeweils auch mit Anhängern (bis 40t zul. Gesamtgewicht).
  • Für selbstfahrende Arbeitsmaschinen,
    die nach ihrer Bauart für land- und forstwirtschaftliche Zwecke bestimmt sind,
    mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 40 km/h
    (jeweils auch mit Anhängern).
  • Eingeschlossene Klassen: L, AM.

Generell dürfen mit einem PKW Führerschein der Klasse B laut Verordnung sämtliche Zugmaschinen gefahren werden, die unter die Klasse L fallen.

2. Wie groß ist der Aufwand bis zum Schlepperführerschein?

Die Klasse L beinhaltet insgesamt:
12 Stunden Theorieunterricht Grundstoff,
und 2 Stunden Theorieunterricht für Zusatzstoff. 

Die Klasse T beinhaltet: 
12 Stunden Grundstoff,
(kann auf 6 Stunden reduziert werden, wenn der Fahrer bereits einen PKW-Führerschein besitzt),
und 6 Theoriestunden, die sich mit Zusatzstoff beschäftigen.

Die Anzahl der praktischen Fahrstunden sowie die Kosten, die für den T- oder L-Führerschein anfallen, können im Vorhinein nicht bestimmt werden, da sie von den Fähigkeiten und der Auffassungsgabe eines jeden einzelnen Schülers abhängen.
Zum Abschluss des Führerscheins der Klasse L muss nur eine Theorieprüfung bestanden werden, während bei der Fahrerlaubnisklasse T eine bestandene Theorie- und eine bestandene Praxisprüfung am Ende warten. Wer die Prüfung einmal bestanden hat, muss seinen Führerschein jedoch nicht noch einmal erneuern – sowohl L als auch T sind unbegrenzt gültig.

3. Wo darf der traktor fahren?

Hier spielt die zulässige Höchstgeschwindigkeit einer jeden Zugmaschine die wichtigste Rolle.

  • Auf sämtlichen Bundesstraßen, die keine Kraftfahrstraßen sind, dürfen Traktoren mit einer Maximal-geschwindigkeit von unter 60 km/h fahren.
  • Solange die Höchstgeschwindigkeit unter 60 km/h liegt, darf ein Traktor jedoch nicht auf Bundesstraßen gefahren werden, die gleichzeitig auch Kraftfahrstraßen sind. Diese dürfen, ebenso wie Autobahnen, nur von Kraftfahrzeugen mit einer Höchstgeschwindigkeit von über 60 km/h befahren werden.
  • Ist der Traktor schneller als 60 km/h, können allerdings seine Maße für zusätzliche Einschränkungen im Straßenverkehr sorgen. Sobald der Schlepper (auch in Verbindung mit Ladung auf einem angehangenen Anhänger) eine Höhe von 4 Metern sowie eine Breite von 2,55 Meter überschreitet, ist es ihm nicht erlaubt, auf Kraftfahrstraßen zu fahren.
  • Zusätzlich hierzu gilt, dass mehrspurige Zugmaschinen, die eine Geschwindigkeit von 60 km/h nicht überschreiten können, mit einem gut sichtbaren Geschwindigkeitsschild ausgezeichnet werden müssen.

Mit den Führerscheinklassen L und T darf dennoch nur dann auf öffentlichen Straßen gefahren werden, wenn ein land- oder forstwirtschaftlicher Zweck erfüllt wird. Das umfasst:

• Land- und Forstwirtschaft, Weinbau, Gartenbau, Obst- und Gemüsebau, Baumschulen, Tierzucht, Tierhaltung, Fischerei, Imkerei, Jagd sowie der Natur- und Umweltschutz 
• Einsätze in Kommunen wie Park-, Garten-, Böschungs-, und Friedhofs-pflege oder Winterdienst
• Landwirtschaftliche Neben-erwerbstätigkeiten sowie Nachbarschaftshilfe
• Den Betrieb einer Werkstatt mit Wartung, Prüfung und Probefahrt der Maschinen

4. Die Versicherung

Eine Versicherungspflicht für Traktoren besteht erst dann, wenn diese auch im öffentlichen Straßenverkehr eingesetzt werden. Das heißt, wird ein Traktor ausschließlich innerhalb der Grenzen eines privaten Grundstücks bewegt, ist die Versicherung des Fahrzeuges optional. Bei der am häufigsten vertretenden Traktor-Versicherung handelt es sich im Grunde genommen um eine Kfz-Versicherung für landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge. Diese Versicherung setzt sich aus Basis- und Sonderleistungen zusammen.

Bei den Basisleistungen handelt es sich vorranging um eine Haftpflichtversicherung, die einerseits für Schäden haftet, die durch Unfälle entstehen, andererseits jedoch auch für Schäden durch äußere Umwelteinflüsse. Auch die Absicherung für Schäden aus technischen Gründen ist hierin enthalten.
Die Sonderleistungen hingegen sind vergleichbar mit der Kaskoversicherung und variieren je nach Ausstattung, Einsatzgebiet und Leistung des Traktors. Hier gilt, dass je nach Ausstattung des Traktors nicht unbedingt eine Vollkasko-Versicherung notwendig ist. So benötigt beispielsweise ein Traktor ohne Fahrerkabine keine Kasko-Versicherung für Glasschäden, da überhaupt keine Glasflächen vorhanden sind. Die Sonderleistungen sollten also gut auf das eigene Traktormodell abgestimmt werden.

Neben den gewählten Sonderleistungen sind die letztendlichen Kosten der Versicherung von weiteren zusätzlichen Faktoren abhängig, wie unter anderem Traktormodell, Baujahr und Zustand des Fahrzeuges. Auch Verkehrswidrigkeiten und Unfälle aus der Vergangenheit des Fahrers nehmen Einfluss auf die Höhe der Versicherungskosten. Ein weiterer Aspekt der Kosten gründet sich in einem eventuellen Schadensfreiheitrabatt, denn je länger ein Fahrer unfallfrei unterwegs ist, desto günstiger wird die Versicherungsprämie.

5. steuerthematik

Die Versteuerung der Maschine hängt, ebenso wie die Versicherung, von mehreren Faktoren ab. Einen Überblick in die Steuerthematik von Landmaschinen findet Ihr hier: