Im Gegensatz zu Frontladern haben Hecklader mehrere Vorteile, beispielsweise erreichen sie höhere Hubkräfte und –höhen. Besonders praktisch sind sie für Großbetriebe, bei denen sich die Anschaffung von kleineren Traktoren mit Frontladern nicht lohnt. Außerdem macht auch der Anbau von Frontladern an die eingesetzten Großtraktoren wenig Sinn, da die Sicht auf das Arbeitsgerät durch die voluminöse Motorhaube deutlich eingeschränkt und auch der Wartungszugang zum Motor versperrt würde. Um vernünftig mit einem Hecklader zu arbeiten, kommt man um eine Rückfahreinrichtung für den Traktor nicht umhin. Dabei müssen sich auch der Fahrersitz sowie alle Bedienelemente um 180 Grad wenden lassen, damit eine Nutzung des Heckladers möglich wird. Angebaut wird das Gerät an der Dreipunktaufhängung bzw. dem Dreipunktadapter des Schleppers.
Tätigkeiten wie das Stapeln von Quaderballen, dem Verladen von Getreide und Transportarbeiten lassen sich mit einem Hecklader einfach und effizient erledigen. Der Einsatz des Anbaugerätes kann zudem empfehlenswert sein, wenn die Bodenvoraussetzungen zum Beispiel durch weichen, schlammigen Boden schlecht sind und ein Frontlader die schmalen Vorderräder zu sehr belasten und damit den Boden schädigen würde. Da Hecklader Druck auf die breiteren Hinterreifen ausüben, kann die Arbeit bodenschonend ausgeführt werden. Auch die Ausschüttweite von Heckladern überzeugt, da im Gegensatz zum Frontlader die Mobilität nicht durch die Motorhaube eingeschränkt wird.
Empfehlenswert bei der Nutzung von Heckladern sind seitliche Zusatzgewichte sowie ein Frontgegengewicht, das bei der Bewegung von schweren Lasten unumgänglich für die Standsicherheit des Traktors ist. Ein kleiner Nachteil, der ein Hecklader mit sich bringt, ist die eingeschränkte Sicht in großen Hubhöhen. Außerdem sind Großtraktoren mit Heckladern natürlich weniger wendig als Teleskoplader oder kleinere Frontladerschlepper. Insgesamt überzeugen Hecklader jedoch mit - im Vergleich zu Frontladern – größeren Ladehöhen, schnelleren Ladezeiten und größeren Überladeweiten. Außerdem muss bei der Nutzung die Vorderachsfederung nicht gesperrt werden, wodurch der Fahrkomfort auf unebenem Gelände höher ist.
