Der Unimog ist eine Fahrzeugbaureihe, die von Mercedes- Benz vermarktet wird, die Daimler AG übernimmt dabei die Anfertigung der Unimog-Fahrzeuge. Entwickelt von Albert Friedrich ist der Unimog als Klein-LKW mit Portalachse und allradgetriebenen Geräteträger konstruiert. Verwendung findet er vorrangig in der Forst- und Landwirtschaft, bei kommunalen Aufgaben sowie beim Militär. Einige Unimogmodelle eignen sich aufgrund ihrer Bauweise und Ausstattung speziell in besonders unwegsamen Gelände auch für andere Aufgaben wie beispielsweise bei der Katastrophenhilfe oder als Bohrfahrzeug. Die Fahrzeuge werden als Frontsitztraktoren mit Allradantrieb beschrieben.
Wichtige Merkmale von Unimog-Fahrzeugen
Ursprünglich war der Unimog als Fahrzeug für die Landwirtschaft konzipiert. Er sollte ähnlich einem zweiachsigen Traktor gebaut sein. Jedoch wurde die Unimog Bereifung mit vier gleich großen Rädern und einem Allradantrieb mit integrierten Differenzialsperren konzipiert. Zusätzlich war dieser Ur-Unimog mit schraubengefederten Portalachsen, geschützten Antriebswellen, einem Leiterrahmen und Trommelbremsen ausgestattet. Mithilfe dieser Konstruktion wird eine optimierte Achsverschränkung ermöglicht, eine Eigenschaft die der Geländetauglichkeit des Unimogs dient. Vorgelege an den Radnaben ermöglichen eine Erhöhung der Drehfrequenz des Antriebsstranges, sodass zur Übertragung der Leistung ein reduzierteres Drehmoment benötigt wird. Die vier gleich großen Räder verfügen über Laufradvorgelege. Trotz ihres geringen Durchmessers ermöglichen sie eine hohe Bodenfreiheit.
Unimog Baureihen
Die Ur-Baureihen sind als landwirtschaftliche Fahrzeuge konzipiert, sie verfügen über einen Leiterrahmen, der ohne Kröpfung gestaltet ist. Die Unimog-Fahrzeuge sind mit einem Vorkammer-Pkw-Motor OM 636 ausgestattet, welcher über 1,8 Liter Hubraum verfügt. 1974 wurde der letzte Ur-Unimog angefertigt, dabei nimmt die Modellfamilie Unimog S eine Sonderstellung ein. Jedoch existiert nur der Unimog 404 als Baureihe. Anders als der Ur-Unimog ist dieser eher als ein Lastkraftwagen konzipiert. Serienmäßig wurde er mit einem Ottomotor ausgestattet. Ab 1975 wurde er durch die Baureihe 435 abgelöst. Der erste mittlere Unimog gründet sich in dem Modell 406; leichte Unimogs leiten sich von den mittleren ab. Sie teilen sich die Konstruktion, verfügen aber über Motoren mit geringerer Leistung. Seit 1974 werden schwere Baureihen angeboten, die mit einem LKW-Dieselmotor und einem kantigen Fahrerhaus ausgestattet sind. Ab 2000 erfolgte die Ablösung der mittleren und leichten Unimog Baureihen durch neu konzipierte Modelle.
Unimog 406 – technische Besonderheiten
Zwischen 1963 und 1989 wurde der Unimog 406 insgesamt 37.069 mal im Mercedes-Benz-Werk Gaggenau hergestellt. Dabei handelt es sich um die erste Baureihe von mittelschweren Unimog-Fahrzeugen. Der Radstand wurde auf 2380 mm verlängert und die Motorleistung im Vergleich zu früheren Baureihen wie 401 sowie 411 verdoppelt. Für die Unimog der Baureihe 406 wurden großvolumige Nutzfahrzeugmotoren eingebaut. Optisch und technisch basieren spätere Unimog-Baureihen auf dem 406. Die vier verschiedenen Modellvarianten wurden mit zwei- oder viertürigen Kabinen sowie als Cabrio geliefert, dabei wurde das Modell 406 mehrmals technisch überarbeitet. 1964 wurde der Vorkammer Dieselmotor OM 312 durch den Direkteinspritzer Motor OM 352 ersetzt. Seit 1973 war der Unimog 406 mit Scheibenbremsen ausgestattet, ein Modell welches insbesondere für den Einsatz in der Land- und Forstwirtschaft verwendet wird.
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